Angedacht

Wenn Gott die Gefangenen erlösen wird, werden wir sein wie die Träumenden….“
Seit alters her träumen die Menschen von einer besseren Welt und ich frage mich: warum haben wir sie nicht längst schon fertig? Weil`s keine fertig gibt!
Das ist die ebenso einfache, wie auch anstrengende Antwort auf diesen Wunsch und diese Frage. Es ist ein Werden und es ist ein Weg. Und auf dem sind wir nach wie vor. „Bitte hör nicht auf zu träumen, von einer besseren Welt“, singt Xavier Naidoo in einem Lied. „Du bist die Zukunft, du bist dein Glück. Du träumst uns in die höchsten Höhen, und sicher auf den Boden zurück.“ Ich höre daraus: es liegt auch an uns, die Welt besser zu machen. Nur wie? Dafür finde ich den Rat von Agnes Gonxha Bojaxhiu, besser bekannt als Mutter Theresa, sehr richtig: Die Menschen sind unvernünftig, irrational und egoistisch. Liebe diese Menschen trotzdem.
Wenn du Gutes tust, werden dich die Menschen beschuldigen, dabei selbstsüchtige Hintergedanken zu haben. Tue trotzdem Gutes.
Das Gute, das du heute getan hast, wird morgen schon vergessen sein. Tue trotzdem Gutes.
Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verwundbar.
Sei trotzdem ehrlich und offen.
Die Menschen bemitleiden Verlierer, doch sie folgen nur den Gewinnern.
Kämpfe trotzdem für ein paar von den Verlierern.
Wenn Du Frieden und Glück findest, wird vielleicht ein anderer eifersüchtig sein  - sei trotzdem glücklich!
Woran du Jahre gebaut hast, das mag über Nacht zerstört werden. Baue trotzdem weiter.
Gib der Welt das Beste, was du hast, und du wirst zum Dank dafür einen Tritt erhalten. Gib der Welt trotzdem das Beste.  Letztendlich ist dann alles eine Angelegenheit zwischen dir und Gott. Sowieso war es nie eine Angelegenheit zwischen dir und anderen Menschen.
Also: hör nicht auf zu träumen, von diesem Ort, den es vielleicht jetzt nur in unseren Köpfen gibt, aber den es eines Tage geben kann, wenn wir Verantwortung übernehmen für uns und jeden, der mit uns lebt,
          hofft, liebt und glaubt            Ihr Ernst-U. Göttges